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DelikatEssen Ausgabe 2009/2010
"LE STOLLBERG . Der kleine Franzose"
Das kleine Lokal an der Ecke Stollberg-/ Herrnstraße hat eine wechselhafte Geschichte. Jahrelang gaben sich in der wenig belebten Lage glücklose Pächter die Klinke in die Hand, bis Laurent Pigault kam und sich in die Herzen einer wachsenden Zahl von Stammgästen kochte. Allein seine Fischsuppe (4,80 Euro) ist immer einen Besuch wert: fein passierter Fisch, würzige Rouille und knusprige Croûtons, eine große Suppentasse voll Süden, Sonne und Meer! Aber auch die anderen, meist bürgerlich-französischen Gerichte wie Salat mit lauwarmem Ziegenkäse (8,20 Euro), Lachstatar auf Kartoffelrösti (9,80 Euro), gebratene Entenstopfleber mit Äpfeln (13,90 Euro), Entrecôte mit Sauce bearnaise und Kartoffelgratin (17,90 Euro), Kalbsnierchen in roter Portweinsauce (18,20 Euro) oder der herrliche Moelleux, ein Schoko-
kuchen mit zart schmelzendem Innenleben und Vanillesauce (5,50 Euro), sind immer tadellos zubereitet. Die Weinkarte bietet eine schöne Auswahl guter französischer Weine, darunter preislich sehr akzeptable feine Burgunder (0,75 l 28 bis 83 Euro), halbe Flaschen (Sancerre oder Côtes du Rhône 18/13 Euro) und interessante offene Weine im Wechsel.

Präsentiert und serviert wird alles von den äußerst freundlichen und kompetenten Servicekräften. Und wenn der Chef persönlich in seiner feschen dunkelroten Kochjacke die Lokalrunde macht und die Gäste französisch-charmant begrüßt, bekommen wir sofort große Lust, schon für nächste Woche wieder einen Tisch zu reservieren.

 

Marcellino’s Restaurant Report 2009 München und Umgebung
Authentizität inbegriffen. 1. Was die Atmosphäre dieses „durch und durch hellen, minimalistisch ausgestatteten“ Lokals angeht. Frische Blumen liefern Farbtupfer. 2. Die „fantasievolle feine“ Küche kommt ebenso „ohne Schnickschnack“ aus. Timbale von Kalbsleber auf rotem Linsensalat (9,80), „ein Wahnsinn“. Lammfilet in Kräuterkruste auf gebratenen Rosenkohlblättern (19,90). Und „eine Sünde“: Profiterroles au Chocolat (5,90). Ein Publikum, welches „Qualität zu schätzen weiß“, darunter viele Landsmänner, „juchzt zufrieden“. Auch was das „liebenswerte, humorvolle Personal, inklusive Chef“ angeht. „Ordentliche Weine“ je 42 rote und weiße.

 

So schmeckt München! 2008 2009
"LE STOLLBERG . Wunderliches Frankreich"
Es mutet ein wenig seltsam an, dass es allein in München geschätzte 3.000 italienische Restaurants gibt – während
man französische Lokale fast an zwei Händen abzählen kann. Obwohl die Küche zwischen Marseille und Paris eine mindestens ebenso ruhmreiche Tradition aufweisen kann wie die Küche zwischen Mailand und Palermo. Andererseits: Mit Pasta und Pizza ist selbst jedes noch so störrische Kind zufrieden, während französische Spezialitäten dann doch etwas kulinarische Erfahrung bedürfen. Der Esskultur und Tradition seines Landes verpflichtet fühlt sich auch Laurent Pigault aus Le Mans, der Küchenchef des Le Stollberg. Das Restaurant setzt auf klassische französische Gerichte. Und das beinhaltet feines Kleines (zum Beispiel Salate mit feinen Zutaten wie lauwarmem Ziegenkäse, verschiedene Quiches, Lachstartar oder Hirschconsommé) ebenso wie Schweres und Deftiges – zum Beispiel Kalbskopf mit Bratkartoffeln und Remouladensauce. Oder Hirschrückenmedaillon mit Wacholderbeerensauche auf Maronenpüree. Und natürlich Froschschenkel, Stopfleber, Meeresfrüchte. Das alles wird in dem kleinen Restaurant mit den nicht einmal 40 Plätzen regelrecht zelebriert. Und das ist richtig gut so. Ein Zwischengang: Gebratene Froschschenkel, flambiert auf Pastis?
Oder doch ein Steak Tatar?
Das Le Stollberg versteht sich à la manière française vor allem als Bistro, bietet also qualitativ hochwertige Küche zu überraschend moderaten Preisen. Einen Flammkuchen gibt es schon für 7,50 Euro, ein Lammfilet mit Kräuterkruste auf gebratenen Rosenkohlblättern für 19,90 Euro, eine ausgelöste Wachtel am Rosmarinspieß für 18,20 Euro – die Karte wechselt regelmäßig. Wirklich gute Flaschenweine werden ab 25 Euro entkorkt, ein Nachtisch kostet selten mehr als
fünf Euro. Für die gehobene französische Küche, die man im Le Stollberg serviert bekommt, ist das wirklich wenig.
Lediglich das Ambiente kann nicht völlig überzeugen. Weiß bezogene Stoffstühle und weiße Tischdecken zeigen sich schön pur und schlicht; die rustikale Holztheke erinnert allerdings an Eckkneipe. Das ist schade, aber in Frankreich, dem Mutterland des Genusses, auch oft so. Dafür kann man dank der etwas improvisierten Inneneinrichtung immer einen Blick in die Küche werfen und dem Meister beim Zaubern zuschauen.
Eine wahre Sünde ist dann die Crème Brûlée zum Dessert (4,30 Euro). Eine noch größere Sünde wäre es allerdings, sie nicht zu kosten. Und wer wirklich ein Kenner der französischen Küche ist, darf auch schon zur Vorspeise mit einer Crème Brûlée beginnen – die ist jedoch von der Entenstopfleber und mit Apfel-Chutney (10,50 Euro). Typisch französisch eben: Bodenständig, dann aber doch immer raffiniert, ideenreich und mit einer ganz eigenen Note.

 

München geht aus 2009
"LE STOLLBERG . Croustillant vom Schweinefuß"
Daß man für gute französische Küche längst nicht mehr nur nach Haidhausen muss, hat sich herumgesprochen. Mittlerweile logiert im Lehel wie auch in der Innenstadt eine Vielzahl an Lokalen, die der Cuisine française zur Ehre gereichen, darunter auch das Le Stollberg. Was dieses Restaurant anderen abhebt, ist der Mut zur Authentizität.
Gerichte wie den Spieß von Kalbsnieren und Weinbergschnecken auf Austernpilzen (9,80 Euro) oder das Croustillant
vom Schweinefuß auf Cidrebutter (9,20 Euro) sind hier nicht die Ausnahme, sondern Tagesordnung. Da dürfen auch
die Froschschenkel (gebraten und mit Pastis flambiert, 11,50 Euro) nicht fehlen. Steht dem Gast nicht der Sinn nach Experimenten, ist er gut versorgt mit dem Lammfilet in der Kräuterkruste (19,90 Euro) oder dem Hirschrücken-Medaillon (22,90 Euro), das uns mit einem köstlichen Maronenpüree gereicht wird. Doch nicht nur das Essen, auch die Weinkarte macht im Le Stollberg Freude. Es gibt eine erfreulich große Auswahl an Weinen zwischen 20 und 30 Euro, offene Weine (0,2 l) liegen zwischen 4 und 6 Euro. Selbst an eine kleine Auswahl an halben Flaschen wurde gedacht. Wir sind
entzückt. Einzig mit dem etwas kühlen Ambiente können wir uns nicht so recht anfreunden. Spätestens jedoch bei den
himmlischen Profiterolles au Chocolat (5,90 Euro) verschwenden wir hierauf keinen Gedanken mehr.
Fazit: Schweinefüße, Kalbsnieren, Froschschenkel – im Le Stollberg kann man sich getrost auch an die eher exotischen Kreationen französischer Kochkunst wagen. Daneben hat das Lokal aber auch exzellente Speisen für weniger Mutige im Angebot.

 

munichx 2009
"Le Stollberg"
In diesem kleinen, feinen Restaurant gibt es genau das, was das Klischee der französichen Küche ist: Schnecken, Gänsestopftleber und Froschschenkel. im etwas hellem, verspielt-edlem Ambiente bekommt man hier nicht nur diese Gerichte in sehr guter Qualität vom sehr charmanten Personal serviert. Die Preise sind nicht überzogen und gute Weinflaschen stehen schon ab € 25.- auf der Karte. die Creme brûlée ist hier ein Traum!
Restaurants in München munichx.de

 

SZ Kostprobe vom 03.09.2007
"Le Stollberg"
Die kurze Stollbergstrasse liegt gewissermaßen eingeklemmt zwischen Altstadtring und Platzl, und ein Flaneur kommt eher selten dorthin – es sei denn er ist koreanischer Tourist und hat Europa in zehn Tagen gebucht. Dann läuft er von seiner Bushaltestelle am Isarring schnurstracks die Herrnstraße entlang zum Hofbräuhaus und kreuzt die Stollbergstraße. Oder er stammt aus Dubai und lässt sich in München operieren: Für die Familienangehörigen hat die Regierung des Golfstaates ein Apartmenthotel in der Stollbergstraße angemietet.
Oder aber er möchte einfach nur im LE STOLLBERG essen. Dessen Wirt Laurent Pigault vertraut auf die französische Tradition, ein Ecklokal nach einer der beiden Straßen zu nennen, an denen es liegt. Nur: le Stollberg, das klingt ein
wenig bürgerlich-langweilig, selbst wenn es Lestollbäärg ausgesprochen wird. Vielleicht war es deshalb im Gastraum zuweilen so leer? Am Flair und an der Küche kann das jedenfalls nicht liegen.

Denn das Lokal, das im vergangenen Herbst eröffnete, ist mindestens so original français wie alle Franzosen aus Haidhausen zusammengenommen und wird durchaus von fließend französisch parlierenden Gästen besucht. Pigault stammt aus Le Mans und kocht, um es vorwegzunehmen, wunderbar bodenständig und kreativ zugleich. Und wenn man ihn darum bittet, rückt er auch ein besonders originelles Rezept heraus.
Zum Beispiel das der Schweinefüße: Man lasse sie im Gemüsesud köcheln, mariniere das Fleisch drei Stunden in
Cidre,um die Masse anschließend herauszubacken. Kaum zu glauben, dass banale Pfoten vom Schwein so delikat schmecken können. Überzeugend war auch die rot-weiße Tomatenmousse. Den weißen Teil zaubert der Koch aus
der Essenz, entsprechend tomatig schmeckt das Ganze. Das Thunfisch - Carpaccio harmonierte bestens mit den Kartoffelrösti, die Fischsuppe mit Rouille und Croutons war so vorzüglich wie garantiert hausgemacht.
Beste Zutaten, ohne Schnickschnack kombiniert und perfekt gewürzt – nach diesem Motto kocht der Wirt auch die Hauptspeisen. Auf der Karte stehen die Klassiker: Lamm, Loup de Mer, Entenbrust mit süßsaurer Cassissauce,
gebratene Meeresfrüchte mit zweierlei Pesto. So frisch erhält man das Muschelzeug selten in München. Fleisch
und Fisch werden dabei meist mit Kartoffelgratin oder Risotto sowie gebratenem Gemüse serviert. Zugleich überrascht Pigault mit ungewöhnlichen Kreationen, zum Beispiel mit einer Variation vom Kaninchen, die vom Herz bis zum Fuß praktisch alles bietet. Oder einem Kaninchenrücken mit Scampi gefüllt, eine interessante Variante des klassischen deutschen Kalbsnierenbratens. Pigault will auch deutsche Gäste davon überzeugen, dass Innereien wie gebratene
Blutwurst mit Kartoffelpüree oder Kalbsnieren in Portweinsauce bestens schmecken können. Wer daran zweifelt, sollte
als Vorspeise die Gésiers de Canard, Entenmägen also, probieren. Mittags bietet Le Stollberg eine relativ große Karte
an. Aufs feinste aufeinander abgestimmt waren das Lauchrisotto mit Oktopus sowie der Rucola – Salat mit Leber.
Ebenso überzeugten der zarte Lammbraten sowie das Seelachsfilet.
Die Karte wechselt sowohl mittags als auch abends häufig genug, sodass es auch Stammgästen nicht langweilig
werden muss. Die Portionen sind reichlich, aber nicht übertrieben groß. Ein Nachtisch lässt sich in aller Regel
verkraften, und vor allem sollte man die Schokoladenkreationen probieren: den üppigen Gâteau au chocolat auf Vanillesauce sowie die Ganache, ein schmelziges Zwischending aus Praline und Mousse, das auf der Zunge zergeht. Spezialität des Hauses sind köstliche, mit Amarettocreme gefüllte Datteln.
Die Weinkarte ist gut sortiert und überrascht durch zivile Preise. Eine ordentliche Flasche Côtes de Bourgogne ist für
26 Euro zu haben, die hervorragenden offenen Weine kosten um die vier Euro für 0,2 Liter. Pigault beweist, dass gute französische Küche nicht überteuert sein muss und das man anspruchsvolle Hauptgänge auch für weniger als 20 Euro anbieten kann. Vorspeisen kosten zwischen 4,80 Euro und 13,90 Euro, Hauptgerichte von 15,80 Euro bis 22 Euro, Nachtische um die 4,50 Euro.
Der Service ist unaufdringlich, kompetent und freundlich, das Ambiente fast ein wenig kühl-weiß für den französischen Geschmack. Dafür gibt es such spätabends noch warme Küche. Wer mit Hunger aus der Oper oder Kammerspielen
kommt, kann dort auch noch spät soupieren.

 

in München vom 14.12.2006
"Einfach saugut" oder "Schweinebackerl, Mon Amour"
Unsere Mittags-Schweinebackerl im „Le Stollberg“ kommen butterweich geschmort, mit der Gabel zerteilbar, in einer
fein duftenden Wein-Thymiansauce mit Nudeln (7,80) - ein Genuss! Das kleine, erst vor kurzem eröffnete französische
Restaurant liegt zwischen Kammerspielen und Tal. Man sitzt bequem und hell, die Tische sind in schlichtem Weiß
eingedeckt, am runden Bartresen gibt’s Plätze für einen schnellen Feierabend-Pastis oder einen kurzen Espresso.
Die Kalbsleber-Timbale mit roten Linsen (9,20): Die fast cremige Konsistenz der Kalbsleber ist perfekt und harmoniert
wunderbar mit den leicht säuerlichen Linsen. Die mit deftiger Kräuterbutter gratinierten Schnecken (8,90) werden für
sehr gut befunden. Das Matjes-Tartar mit Meerrettichmus und Rote-Beete-Spiegel erfüllt optisch und geschmacklich alle
Wünsche. Und bei den Kalbsnieren in Portweinsauce mit zerdrückten Kartoffeln (15,90) könnte man geradewegs ins
Schwärmen kommen: eine mächtige Portion perfekt gebratener Nierchen, innen schön rosa, eine delikate Soße, gute
Kartoffeln, dazu auch noch dreierlei Gemüse (Auberginenwürfel, Zucchinischeibchen und Paprikastreifen) – Applaus!

Das gute Produkte in einfacher Schlichtheit überzeugen können merkt man bei den Sardinen (11,80):
knusprig gebraten, mit Petersilienbutter und Kartoffeln - genial. Die angebotenen gebratenen Meeresfrüchte wurden umbestellt zu einem großen, topfrischen Red-Snapper-Filet (17,20) auf zweierlei Pesto mit saftigem Pinienkern-Risotto.
Dazu gab’s von der gut sortierten und nicht nur mit Franzosen bestückten Weinkarte eine Flasche kräftig, eleganten
Crozes Hermitage (31.-). Und zum Abschluss einen Gâteau au Chocolat auf Vanillesauce (5,50), ein echtes Attentat.
Die Schokolade explodiert förmlich im Mund und macht wahrscheinlich süchtig...

 

Welt am Sonntag vom 11.03.2007
"Münchens Liebe fürs Französische"
Eine französische Welle hat auch die Münchner Restaurant-Szene erfasst. Neueröffnungen gibt es nicht nur im "Franzosenviertel" Haidhausen (siehe Restaurant-Tipp), sondern auch im Herzen der Stadt. Im "Le Stollberg" in der Stollbergstraße bringt Laurent Pigault jetzt wieder Klassiker der Bistro-Küche wie die "gebratene französische Blutwurst
mit Kartoffelpüree" auf den Tisch. Pigault serviert auch wieder Innereien, von denen aufgeklärte Esser ganz lange gar
nichts mehr wissen wollten wie "Kalbsnieren in Portweinsauce".

 

www.gastroxl.com vom 07.12.2006
"Französische Feinschmecker-Küche im Zentrum"
Das freundlich und sympatisch eingerichtete Restaurant bietet neben excellenter französischer Küche auch leichte, raffinierte Kleinigkeiten und eine Menge ausgewählter Weine. Der Franzose Laurent Pigault versteht sein Handwerk. Handwerklich fundiert zubereitet, schörkellos mit Pfiff und Kreativität kommen hier die besten Grundprodukte in einer
Art auf den Teller, die das Herz des Liebhabers französischer Küche höher schlagen läßt. Ein neuer Geheimtip im
Herzen von München.